Weiß-Blau München e.V.

23.01.2020 Besuch Nymphenburg

Besuch Nymphenburg, Donnerstag, 23.01.2020

Anstelle der jährlichen Winterwanderung haben wir uns (kurzfristig) für das Schloss Nymphenburg entschieden. Allerdings nicht das Schloss selbst, sondern das Marstall- und Porzellanmuseum.

Dabei waren Helene und Günter, Rosemarie und Fritz, Christa und Manfred, Toni, Willy und als Gast Inge.

Es war ein Tag mit strahlendem Sonnenschein. Allerdings, auch verstärkt durch den Ostwind, empfindlich kalt. Da passte die Entscheidung für einen Museumsbesuch sehr gut.

Das Marstallmuseum befindet sich in der historischen „Leibpferd-Stallung“ in den südlichen Kavaliersgebäuden von Schloss Nymphenburg. Es war der vornehmste der verschiedenen Ställe, der auch am nächsten zum Schloss lag.

Mit über vierzig repräsentativen Kutschen, Schlitten und Reitzubehör aus Wittelsbacher Besitz dokumentiert das Museum dreihundert Jahre fürstliche Wagenbaukunst sowie Fahr- und Reitkultur. Das Marstallmuseum zählt aufgrund der reichen Sammlung zu den bedeutendsten seiner Art weltweit.

Das Glanzstück des Museums ist seit jeher der Krönungswagen Kaiser Karls VII., einer der schönsten Staatswagen des französischen Rokoko. Der reiche Bestand an Wittelsbacher Gala-Kutschen und -Schlitten findet im 19. Jahrhundert seinen Höhepunkt in den Prunkfahrzeugen König Ludwigs II. Prächtige Geschirre, kostbares Reitzubehör und historische Bilddokumente lassen die höfische Welt des Reisens und Repräsentierens lebendig werden.

Im 1. Stock des Marstallmuseums ist eine einzigartige Privatsammlung Nymphenburger Porzellane vom 18. bis 20. Jahrhundert zu sehen. 1747 gründete Max III. Joseph die kurfürstliche Porzellan-Fabrik. Die lebendig erzählenden Figuren zierten einst die höfische Desserttafel. Im frühen 19. Jahrhundert setzte sich König Ludwig I. für die Porzellankunst ein. Er gründete die „Kunstanstalt“ nahe der Kunstakademie, um dort die besten Porzellanmaler ausbilden zu lassen. Einen weiteren Höhepunkt des Museums bilden die Jugendstil-Porzellane mit ihren innovativen Formen und Dekoren.

Rechtzeitig zum 12-Uhr-Läuten nahmen wir die reservierten Plätze beim Metzgerwirt, einem urigen Traditionswirtshaus mit holzgetäfelten Gastraum und bayerischer Hausmannskost unweit vom Schloss, ein.

Zu einem größeren Spaziergang kam es dann allerdings nicht mehr. Zum einen wegen der Kälte, und dann hatte auch noch das Cafe im Palmengarten geschlossen.

Trotzdem: Es war ein schöner und erlebnisreicher Tag.

MW/TW