Weiß-Blau München e.V.

19.-27.05.2015 Bad Kötzting zum Pfingstritt

19.05.2015 Dienstag
Ankunft bei Regen in Bad Kötzting am Campingplatz „Flußfreibad“ um 17:50 h. Es waren bereits anwesend die Familien: Brehm, Wiorek, Pongratz, Mühlbauer, Zitzmann. Um 19:00 h sind wir alle zum Lindner-Bräu zum Essen gegangen. Es regnet immer noch. Nach gutem, deftigem Essen und ein paar Bierchen haben wir um 21:30 h den Heimweg angetreten.

20.05.2015, Mittwoch
Die Nacht war relativ ruhig, jedoch die Regentropfen klopften immer wieder auf das Womodach. Ab 10:00 h stehen wir alle bei Willy u. Hannelore unter der Markise – denn es regnet noch immer – und unterhalten uns über dies und jenes. Gegen Mittag kommt Fam. Wärmann an und am Nachmittag Fam. Meininger. Doris spendiert Nußgugelhupf. Um 16:00 h kommt noch Fam. Pletzer. Nachdem sich alle eingerichtet hatten, treffen wir uns um 17:30 h zur Begrüßung und zum weiteren Ablauf des morgigen Tages – Fahrt nach Pilsen – bei Mühlbauer’s vorm Womo.

21.05.2015 Donnerstag Pilsen
Um 9:00 h gehen wir vom Cpl. weg zum Bahnhof. 9:30 h fährt die Oberpfalzbahn nach Cham, Ankunft um 10:04 h. Hier haben wir gut 1 1/2 Stunden Aufenthalt, bis dann der Alex um 11:31h nach Pilsen abfährt. Es gibt wieder Butterbrez’n. Einige gehen in den Ort um sich die Zeit zu vertreiben. Wir fahren dann um 12:10 h ab und kommen in Pilsen um 13:45 h an. Schnurstracks gehen wir zur Pilsner Urquell Brauerei in das Restaurant, um Mittag zu essen. Es gibt Brauereigulasch und Lendenbraten. In nullkommanix haben alle etwas zu trinken und auch zum Essen. Um 15:00 h warten wir alle vergeblich auf die Stadtführerin. Nach etlichen Telefonaten treffen wir sie dann am Fußballstadion. So, nun kann die Führung ab 15:30 h beginnen.

Wir starten am schwarzen Turm (Wasserturm) der früher Teil der Stadtbefestigung war und zum Befüllen der Brunnen diente. Gegenüber ist das Haus der Fleischbänke aus dem Jahre 1392, das heute die westböhmische Galerie beherbergt. Weiter geht’s zum Platz der Republik zur gotischen Sankt Bartholomäuskirche. Der Turm ist 102,6 m hoch und das höchste Gebäude von Pilsen. Das Renaissance-Rathaus stammt aus dem 16.Jh. und wurde von dem italienischen Baumeister Giovanni de Statio erbaut. Dann kommen wir an der größten Synagoge Tschechiens vorbei. Sie ist die drittgrößte Europas und wurde im maurisch-romanischen Stil von 1888 bis 1893 erbaut. Vorbei am Stadttheater und der Studien- und Wissenschaftsbibliothek, das einst ein Dominikanerkloster war, erreichen wir den Smetanov-Park. Hier endet unsere 2-stündige Stadtbesichtigung. Wir alle waren beeindruckt von der Stadt, die ihre Gebäude mit den schönen alten Fassaden noch erhalten hat.


Bis zur Abfahrt um 19:00 h kehrten wir noch in einem Café am Marktplatz ein. Der Zug fuhr pünktlich ab, so daß wir um 20:30 h wieder in Cham waren. Hier hatten wir einen Aufenthalt von ca. 1 1/2 Stunden bis zur Weiterfahrt. Im Bahnhofsrestaurant wurden wir freundlich empfangen, so daß wir gemütlich zu Abendessen konnten. Pünktlich um 21:51 h fuhr die Oberpfalzbahn ab und so waren wir um 22:30 h wieder am Bhf. Zellerthal/Kötzting. Es war ein interessanter, schöner und langer Tag.

22.05.2015 Freitag
Um 9:30 h Besprechung wegen heutiger Aktivitäten. Die Sonne scheint am Nachmittag bei der Abfahrt zum Geodätischen Observatorium nach Wettzell. Hier werden Messungen zu Satelliten und Radiosternen durchgeführt. Herr Dr. Thomas Klügel erklärt uns anhand von Bildern seine Arbeiten.

Als wir am späten Nachmittag wieder am Campingplatz ankamen war auch Familie Korianski eingetroffen. Um ca. 19:00 h Einweihung des Campingrestaurants auf dem Platz. Wir alle gehen zum Essen hin. Es gibt 3 Gerichte: Schnitzel mit Kartoffelsalat, Schweinebraten mit Knödel und Wurstsalat und natürlich diverse Getränke. Nach ca. 3 Stunden sind wir wieder gegangen.

23.05.2015 Samstag
Abmarsch um 9:10 h zum Bahnhof. Der Zug fährt um 9:35 h nach Grafenwiesen (1 Station) ins Zündholzmuseum. Eine gute Stunde erfuhren wir alles über die Hochzeit der Zündholzproduktion. Das Zündholz entwickelte sich im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts zum billigen Massenprodukt und unverzichtbaren Alltagsgegenstand. Im bayerischen Wald, im Tal des weißen Regen, prägte die Herstellung von Zündhölzern über Jahrzehnte hinweg den Alltag der Menschen. Die Zündholzfabrik Allemann in Grafenwiesen wurde wichtigster Arbeitgeber der Region. Sie hat in den 1950er Jahren rund 350 Menschen Arbeit geboten, musste aber 1986 schließen*. (*Quelle: Broschüre Gemeinde Grafenwiesen)
Anschließend gingen wir noch in das private Bierkrugmuseum von E. und J. Berzl. Zu bestaunen waren 2000 Krüge und ca. 3000 Bierdeckel. Um 11:30 h waren wir fertig mit der Besichtigung. Etliche „fußkranke“ fuhren mit dem Auto zurück, eine Familie mit der Bahn und der Rest ging die 5 km zu Fuß zum Campingplatz zurück.
Um 14:00 h konnte man einem Platzkonzert vor dem alten Rathaus lauschen und um 15:00 h fand der Einzug ins Festzelt mit den Böllerschützen und die Eröffnung des Volksfestes statt. Um 19:00 h gingen wir dann zum Campingplatz zurück. Nachdem keiner in seine Behausung gehen wollte und das Wetter es zuließ, saßen Fam. Brehm, Wiorek, Pletzer, Langer, Korianski, Wärmann und Willy noch im Freien vor dem Wohnwagen von Fam. Pletzer zusammen und hielten durch bis um 21:30 h, denn dann wurde es frisch und wir lösten die Runde auf.

 

24.05.2015 Pfingstsonntag
Es ist bewölkt. Um 10:00 h ist Womo-Beklebung von Rosi und Fritz Korianski.
Nachdem alle Mitglieder pünktlich da waren, hat Willy mit der Ansprache begonnen und am Ende den beiden “Neulingen” unfallfreie Fahrt und viel Freude in unserem Club gewünscht. Dann wurde die Beklebung des Womo’s mit dem weißblauen Wappen durch Siegi vorgenommen. Nach etlichen Rufen wie “ist zu schief” oder “mehr nach oben links” hat alles ein gerades Ende genommen. So, nun musste alles noch ordentlich begossen werden. Mit kleinen Häppchen und viel Prosecco wurden die drei (Rosi, Fritz und das Womo) freudig in unserer Mitte aufgenommen. Gegen 12:30 h gingen fast alle zur Pferdeleistungsschau und anschl. zum Mittagessen. Zwei Familien gehen am frühen Abend in die Spielbank; für alle anderen ist der Rest des Tages frei verfügbar.

25.05.2015 Pfingstmontag
Bereits um 7:15 h geht’s zu Fuß zum Pfingstritt in die Pfingstreiterstraße. Wir verteilen uns entlang der Straße, um die vorbeiziehenden Gespanne gut zu sehen. 900 Reiter ziehen über Zellerthal nach Steinbühl. Um 10:00 h Besuch des Pfingstrittmuseums im alten Rathaus und um ca. 11:00 h Mittagessen beim “Lindner-Bräu”. Dann zurück zum Cpl. und relaxen bis um 15:45 h. Um 16:15 h Treffen zum Standkonzert vor dem alten Rathaus. 16:30 -19:00 h Burschen- und Brautzug zur “Pfingsthochzeit” und Überreichung des Ehrentrunks an das Pfingstbrautpaar.

26.05.2015 Dienstag
Heute ist es stark bewölkt. Abmarsch um 9:10 h. Wir fahren wir mit der Bahn – 9:36 h – nach Lam. Hier haben wir eine Stunde Aufenthalt und anschl. mit dem Bus nach Lohberg (Gästekarte). Als erstes besuchen wir ein altes Bauernhaus aus dem Jahre 1826. In der sogenannten Stub’n war ein kleines Fenster, das Seelenfenster. Es wurde nur geöffnet, wenn in diesem Haus jemand gestorben und in dem Raum aufgebahrt war, so wurde uns gesagt. Auch eine interessante Galerie war zu besichtigen.


Dann ging es weiter in die ehemalige Dorfkirche. Sie wurde nicht mehr genutzt, als die neue Kirche gebaut wurde. Deshalb wurde sie zum Verkauf freigegeben und kurz vor der Jahrtausendwende und zu einer Glashütte umfunktioniert. Hubert Hödl stieg 2003 als Teilhaber ein und übernahm 2007 die Geschicke der “Glashütte alte Kirche Lohberg” vollständig. In einer anschaulichen Vorführung wurde uns die Kunst des Glasbläsers dargebracht. Um 13:00 h gingen wir zum “Wastl” zum Mittagessen. Hier konnten wir gemütlich essen. Um 15:00 h war schon der nächste Termin fällig – Führung durch den Tierpark mit 400 heimischen Tieren. Hier wurde uns die Lebensweise der Tiere in der freien Wildbahn ausführlich erläutert. Um 16:55 h ging es mit Bus und Bahn wieder zurück. Ab 19:30 h Treffen in der Campingwirtschaft zum gemütlichen Ausklang dieser gelungenen Ausfahrt.
Trotz des teilweise schlechten Wetters konnte uns niemand die gute Laune nehmen.
B.L.