Weiß-Blau München e.V.

10.06. bis 20.06.2010 Clubausfahrt nach Prag und Krumau

Am Donnerstag den 10.06.10 starteten wir in Richtung Osten – unser Ziel, die goldene Stadt Prag. Der erste Sammelpunkt der Weiß Blauen Karawane war der schöne Stellplatz „Stolla“ in Freyung (Bayerischer Wald). Gegen 17.00 Uhr waren 5 Einheiten angereist. Ein kleiner Spaziergang zum nahen Mostbauern, eine wirklich sehenswerte und lohnende Einkehr in dieses urige Lokal. Nach einigen Gläsern des hausgemachten Mostes schliefen wir besonders gut.

Tags darauf, am Freitag, stand die Reise über czechische Landstraßen nach Prag an. Die Tour führte über Philippsreut (Grenzübergang) über Vimperk, immer der Bundesstraße Nr. 4 nach Strankonic, nach Prag. Die letzten 50 km fuhren wir nicht mehr auf der B 4, da von dort an die Mautgebühr für die Autobahn zu zahlen war. Ricci’s Navi schleuste uns durch die Prager Berge und Täler auf schmalen Straßen. Schließlich landeten wir am späten Nachmittag auf unserem reservierten Campingplatz „Sunny“, nahe dem Prager Zentrum. Unsere Clubfreunde und Gäste aus Homburg, die bereits am Platz waren, begrüßten uns recht herzlich. Nachdem jeder seinen Platz gefunden hatte, wurde noch gemeinsam das große Clubzelt aufgestellt. Abends genossen wir gemeinsam das Abendessen im Camping-Restaurant. Anschließend begrüßte Elfriede die angereisten Clubfreunde und Gäste. Sehr ausführlich stellte uns unser Organisator Clubfreund Sepp Meininger das Programm für die nächsten Tage vor. Noch lange saßen wir im Clubzelt bei einigen Schoppen guten Wein und unser Sepp spendierte zu seinem Geburtstag noch einige Flaschen Sekt.

Bereits um 9.30 Uhr ging es am Samstag per Bus, Metro und Straßenbahn in die Innenstadt. Bei herrlichem Wetter sollte es heute die sogenannte „Prager Kleinstadt“ sein, die wir uns anschauen wollten. Bei ansprechenden Temperaturen marschierten wir durch herrliche alte Gassen, vorbei an alten Geschäftshäusern mit den herrlichen Fassaden. Der Höhepunkt der heutigen Tour sollte die alte Karlsbrücke über die Moldau sein. Prag zeigt sich hier von seiner schönsten Seite. Heute Abend wurden wir von unseren Gästen Fam. Rudi Meininger aus Schrobenhausen zum gemeinsamen Spargelessen eingeladen. Noch ein paar Gläser Becherovka, den wir inzwischen alle sehr lieb gewonnen hatten, und der Programmvorschau für den nächsten Tag, ging ein sehr schöner Tag zu Ende.

Den Sonntag verbrachten wir auf der historischen Prager Burg, dem „Hradschin“. Nach der Besichtigung des beeindruckenden „Veitsdoms“ erwartete uns um 14.00 Uhr ein Stadtführer, der uns durch den schönen Königspalast führte. Eindrucksvoll erklärte er die Sehenswürdigkeiten, auch den sogenannten bekannten „Prager Fenstersturz“ Heute Abend hatte unser Sepp ein besonderes Schmankerl organisiert. Im schönen Theater „Laterna Magica“ besuchten wir eine beeindruckende und zugleich auch lustige Circus- Geschichte, die vom Guten und Bösen im Leben spielte. Besonders die Venus hatte es unseren Männern angetan. Gerade noch rechtzeitig am Campingplatz zurück fing es heftig zu regnen an, der die ganze Nacht anhielt.

Am Montag stand die Prager Neustadt auf dem Programm. Museen, der Wenzelsplatz, einige Klöster, die Universität, der Pulverturm und die Einkehr in einem ehrwürdigen Cafe-Haus. Ich glaube, in Prag braucht man Wochen, um alles zu erkunden. Die späte Nachmittagsonne animierte uns noch zu einer Boule Runde. Den Abend verbrachten wir im Clubzelt.

Heute am Dienstag sollte es die Altstadt sein, die wir besichtigen. Beeindruckend das Juden-Viertel mit den vielen Synagogen, die vielen Schmuckläden in alten Geschäftshäusern mit tollen Fassaden – alles herrlich anzuschauen. Das Mittagessen genossen wir im alten Gasthaus „zum braven Soldaten Schwejk“. Ein paar Straßenzüge weiter und wir waren im schönsten Biergarten in Prag, dem „U-Fleku“ in dem seit über 200 Jahren nur dunkles Bier gebraut wird. Wieder am Campingplatz angekommen, wurde noch eine Boule Runde gespielt, abends regierte König Fußball.

Mittwoch: Heute Morgen nahmen wir Abschied von Prag. Nach dem Frühstück und Abbau unseres Clubzeltes, ging’s  in drei Gruppen Richtung Süden; unser Ziel: der Lipno-See. Direkt am See lag der herrliche Natur Campingplatz „Autocamp Jenisov“. Das Wetter zeigte uns heute die kalte Schulter, es regnete in Strömen, zudem war es sehr frisch. Auf unsere Stimmung hatte dies jedoch wenig Einfluss. Abends dinierten wir im Restaurant – ein tolles Menü – dazu gab’s das köstliche, würzige Budweiser Bier. Ein paar Halbe mussten es schon sein.

Heute am Donnerstag ging’s mit den PKW’s unserer Gespannfahrer nach Krumau. Eine wirklich schöne, romantische und historische Stadt. Die Moldau schlängelt sich wie ein Hufeisen um den Ortskern. Unzählige romantische Gassen mit alten hübschen Fachwerkhäusern, gepflastert mit spürbarer Vergangenheit. Leider spielte das Wetter nicht mit, es war a….kalt. Gott sei Dank fiel kein Regen vom Himmel.

Der Freitag war wettermäßig nicht viel besser. Ab und an spitzelte die Sonne durch die tiefen, regen-verhangenen Wolken. Eine Gruppe machte sich per PKW’s auf, die Gegend zu erkunden, der Rest kämpfte um Punkte mit den Boulekugeln. Dem Wetter entsprechend ging’s abends früh in die Mobile bzw. Wohnwagen.

Am Samstag begann das bekannte Rosenfest. Der Namensgeber für dieses Fest war die Familie Rosenberger, die in den Jahren 1302 bis 1602 in dieser Residenzstadt das Sagen hatte. Das heutige, jedes Jahr stattfindende Renaissance Fest der 5-blättrigen Rose, das 3 Tage von zahlreichen Rittern, Gauklern, Musikern, ehrwürdigen Kaufleuten und Handwerkern gestaltet wird, besuchen viel tausend Zuschauer aus Nah und Fern. Gegessen und Getrunken wird im Stil des Mittelalters. Für den Transfer zu und von dem Fest besorgte unser Organisator Sepp einen großen Bus. Viel Glück hatten wir auch mit dem Wetter, es regnete mal ausnahmsweise nicht.

Sonntag war unser Heimreisetag. Noch ein gemeinsames Mittagessen im Camping-Restaurant aber zuvor gab’s anerkennende Dankesworte für unseren Reiseleiter Sepp, der diese Clubausfahrt wirklich mit viel Aufwand hervorragend organisiert hat. Gegen 14.00 Uhr reisten die meisten Einheiten ab. Einige blieben noch einen Tag.

Fazit dieser Ausfahrt: Prag und Krumau waren wirklich eine Reise wert. Bei solchen Ausfahrten lernt man Land und Leute kennen. Sehr intensiv verlief auch die Freundschaft mit unseren Gästen, unseren Freunden aus Homburg.

Bericht: Ricci Ott                                          Organisator der Reise: Sepp Meiniger