Weiß-Blau München e.V.

08.03.2013 Nachtwächterrundgang München

Am Vorabend zur Jahreshauptversammlung trafen sich 15 Mitglieder und 4 Gäste zurm Nachtwächterrundgang in der Münchner Altstadt. Treffpunkt war um 20.30 h vor der Mariensäule auf dem Marienplatz, der früher „Schrannenplatz“ hieß, wie zu hören war. Zuvor gingen die meisten Teilnehmer jedoch auf einen Schoppen Wein in die „Pfälzer Weinstuben“.

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Die Führung wurde vom Nachtwächter mit Laterne und Hellebarde im mittelalterlichen Gewande durchgeführt und er bemühte sich auch um die alte Sprache. Wenn die Bürger von Ehre schlafen gehen – und das war jeden Tag um 21.00 h –  sorgte er für Ruhe und Ordnung in den Gassen und dunklen Ecken der Stadt. Er kennt alle Schleichwege und Winkel dieser Stadt. Er übergab Klaus die Laterne und Klaus wurde von ihm zum „Schlusslicht“ ernannt.

Wir hörten alte Geschichten aus dem Mittelalter an verschiedenen historischen Plätzen der Altstadt wie dem Domplatz, Promenadeplatz, Kardinal-Faulhaber-Straße, Theatinerhof, Gotischen Hof, Max-Joseph-Platz, Alter Hof, Marienplatz, Petersbergl und  Alten Peter und viele andere mehr. Interessant waren die alten Geschichten, wie es denn früher zuging in der Stadt und was er über frühere Persönlichkeiten, Palais und Brauchtum zu erzählen wusste.

  Nachtwchter_IMG_4343 Nachtwchter_IMG_4345 Nachtwchter_IMG_4346 Nachtwchter_Onuphrius

Eine Geschichte wird über den Heiligen Onuphrius in München erzählt: Schon seit Urzeiten befand sich an der Fassade des Hauses Nummer 17 am Marienplatz ein Gemälde eines riesigen Bärtigen, der nur mit Blättern bekleidet war. Er trug einen Knotenstock und ein Doppelkreuz und wurde von den Bewohnern oft fälschlicherweise für den hl. Christophorus  gehalten.

Unser Nachtwächter machte uns für diesen Tag unsterblich; denn die Legende erzählt, dass es zum Volksglauben wurde, dass kein Mensch, der das Bild ansehe, am selben Tag eines jähen Todes sterbe.

Der Nachtwächter – Nico von Falkenhayn – wie er sich nannte, konnte alles lebendig und mit Witz erzählen, so dass wir eine schöne Führung in alter romantischer Atmosphäre erlebten. Er wusste auch von uns, dass wir mit unseren Kutschen viel unterwegs sind. Dieser Abend war wieder ein schönes Erlebnis.

K.K./B.L.